Rechtslage Cannabismedizin Schweiz

In der Schweiz fällt Cannabis mit einem THC Gehalt von über 1% unter das Betäubungsmittelgesetz und ist illegal. 2008 wurde ein Gesetz verabschiedet, das medizinische Ausnahmen davon ermöglicht.

Der behandelnde Arzt muss zu der Überzeugung gelangen, das dem Patienten mit einer Cannabis Therapie geholfen werden kann. Dann kann er die Ausnahmebewilligungen bei Bundesamt für Gesundheit (BAG) beantragen. Verschrieben werden können die Präparate Sativex und Dronabinol (Marinol). Zur Zeit besitzen einig hundert bis 1000 Patienten eine Ausnahmebewilligung.

Das Bundesamt für Gesundheit kann für die Betäubungsmittel nach den Absätzen 1 und 3  Ausnahmebewilligungen (Seite 9) für den Anbau, die Einfuhr, die Herstellung und das Inverkehrbringen erteilen, wenn kein internationales Abkommen entgegensteht und diese Betäubungsmittel der wissenschaftlichen Forschung, der Arzneimittelentwicklung oder der beschränkten medizinischen Anwendung dienen.

Produkte mit niedrigem THC Gehalt

THC arme Produkte (mit weniger als 1%) fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und können hergestellt und vertrieben werden. Dazu gehören neben Rohstoffen wie Hanfblüten oder –pulver auch Extrakte in Form von Ölen oder Pasten, als Bulk angebotene Kapseln sowie verwendungsfertige Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel, Liquids für e-Zigaretten, Tabakersatzprodukte, Duftöle, Kaugummis und Salben, welche teilweise als Pflegeprodukte angeboten werden. Allerdings wird auch der Vertrieb dieser Produkte gesetzlich geregelt. In Abhängigkeit von der Kategorie der Produkte gelten das Heilmittelgesetz, das Lebensmittelgesetz oder das Bundesgesetz über die Produktesicherheit.

Merkblatt

Cannabis Präparate mit ausgewiesener medizinischer Zweckbestimmung können nicht ohne weitere erworben werden. Arzneimittel, die ausschließlich CBD enthalten, sind zur Zeit nicht vorhanden.

Betäubungsmittelgesetz

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