Cannabis in der Medizin Österreich

Der Erwerb, Besitz, Verkauf, Erzeugung und von Cannabis mit einem THC – Gehalt von über 0,3% sind auch in Österreich illegal. Dies wird im Suchmittelgesetz geregelt. Allerdings stehen seit 2016 geringe Mengen zum Eigengebrauch nicht mehr unter Strafe. Synthetisches THC und andere Cannabis-Wirkstoffe werden nicht direkt aus Cannabis gewonnen, sondern im Labor hergestellt. Deshalb sind sie, im Gegensatz zu natürlichem Cannabis, legal – sofern sie von einem Arzt verschrieben werden. Cannabis Präparate sind legal ausschließlich in Apotheken und nur auf Rezept erhältlich. Es können Dronabinol und Sativex verschrieben werden. Je nach Schwere der Krankheit, kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen. Leider geschah im Schnitt nur bei bei 30% der Patienten.

Ärzte die Cannabismedizin verschreiben sind rar. 2016 waren dies ungefähr 20.

Eine Ausnahme von der Regel gibt es doch noch: Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) baut in Wien seit fast sechs Jahren legal Hanf an. Dieser wird dann an Pharmafirmen im Ausland verkauft, u.a. an das deutsche Unternehmen Bionoria, welches Dronabinol herstellt.

Suchtmittelgesetz

Folgende Ärzte aus Österreich unterstützen die Behandlung mit Cannabis Präparaten

Dr. med. univ. Kurt Blaas
Der Obmann der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin ist unbestrittener Pionier der angewandten Cannabismedizin in Österreich und hat auf diesem Gebiet die weitaus größte Erfahrung.
http://www.blowdoc.at/

Dr. Thomas Herrmann-Meng
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie.
1030 Wien, Reisnerstraße 18
Mo, Di 15-18 Uhr, Mi 17-19 Uhr, Fr 14-16 Uhr
Voranmeldung erbeten, alle Kassen
Telefon: 01 / 714 59 14

CBD Produkte

CBD Produkte können in Österreich legal erworben werden, das sie keine psychoaktive Substanzen erhalten. Allerdings ist nicht klar, ob sie auch verkauft werden dürfen. Hierzu ist die Rechtslage noch nicht eindeutig. Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH – müssen CBD-Zubereitungen lau EU Gesetz als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen sein, bevor sie verkauft werden können. Liegt diese Zulassung nicht vor, können die Waren beschlagnahmt werden und dem Händlern droht eine Ordnungsstrafe.

Sind CBD Produkte als Arzneimittel gekennzeichnet, sind sie rezeptpflichtig.

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