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Wissenswertes über Terpene

Jede Pflanze entwickelt spezielle Aromen, Geruch und Geschmack. Diese Eigenschaften sind auf Terpene zurückzuführen. Was charakteresiert sie und welche Funktion haben sie? Wie wirken Sie auf den Menschen und wofür können Sie verwendet werden.

Inhalt

 

Was sind Terpene?

Haben Ihr Euch jemals gefragt, warum eine Rose diesen wunderbaren Geruch und diese einmaligen, schönen Farben hat, die nicht mit anderen Blumen vergleichbar sind. Jede Pflanze, jede Blume hat spezifischen Eigenschaften, die die jeweilige Sorte charakterisieren und sie einzigartig machen.

Die fruchtigen Düfte und Aromen z.B. von Mangos, Zitronen und Orange sind so spezifisch und geben jeder Frucht ihre Identität. Ohne sehen zu müssen, um was für eine Frucht es sich handelt, können wir allein am Geschmack und am Aroma bestimmen, was wir gerade essen.

Diese Eigenschaften sind auf die Terpene zurückzuführen, die aromatischen, organischen Verbindungen, die als sogenannte sekundäre Inhaltsstoffe in Organismen vorkommen. Sie leiten sich formal vom Isopren (Kohlenwassestoffverbindung) ab und zeichnen sich dabei durch eine große Vielfalt an Kohlenstoffgerüsten und geringere Anzahl an funktionellen Gruppen aus. [1]

Terpene zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die zwar nicht zum eigentlichen Wachstum oder Überleben der Pflanze beitragen, ihnen aber die organoleptischen Eigenschaften geben. Sie präsentieren alles, was das Aroma, den Geschmack, die Textur, die Farbe und die Temperatur der Pflanzen bestimmen.

Auch bei Cannabis verhält es sich nicht anders. Der charakteristische Geruch und Geschmack ist auf die in der Hanfpflanze vorhandenen Terpene zurückzuführen. Dabei kann zu großen Unterschieden zwischen den einzelnen Hanfsorten kommen.

 

Welche Funktionen haben Terpene?

Neben der Bereitstellung der organoleptischen Eigenschaften (Färbe, Geruch, Aroma, Geschmack) der Pflanzen haben Terpene weitere Funktionen. Die Terpene befinden hauptsächlich im Harz der Blüten. Eine der Hauptaufgaben ist es, Insekten anzulocken, damit diese die Blüten der Pflanze bestäuben und somit zu deren Fortpflanzung beitragen. Andererseits können sie aber auch genau das Gegenteil bewirken, indem sie mit ihrem Aroma räuberischen Insekten abwehren, und somit die Pflanze schützen. Eine weitere Funktion ist der Schutz vor Temperaturschwankungen. Wenn es zu einem Temperaturanstieg kommt, beginnen die Pflanzen, mehr Terpene zu produzieren. Ziel ist es, die Pflanze vor dem Austrocknen zu bewahren. Dies geschieht dadurch, dass die Terpene bei hohen Temperaturen zu verdunsten beginnen und somit Luftströme erzeugen, die die Pflanze kühlen und die Temperatur senken.

Funktion von Terpenen
 

Terpene und Cannabis

Neben der Bereitstellung der organoleptischen Eigenschaften (Färbe, Geruch, Aroma, Geschmack) der Pflanzen haben Terpene weitere Funktionen. Die Terpene befinden hauptsächlich im Harz der Blüten. Eine der Hauptaufgaben ist es, Insekten anzulocken, damit diese die Blüten der Pflanze bestäuben und somit zu deren Fortpflanzung beitragen. Andererseits können sie aber auch genau das Gegenteil bewirken, indem sie mit ihrem Aroma räuberischen Insekten abwehren, und somit die Pflanze schützen. Eine weitere Funktion ist der Schutz vor Temperaturschwankungen. Wenn es zu einem Temperaturanstieg kommt, beginnen die Pflanzen, mehr Terpene zu produzieren. Ziel ist es, die Pflanze vor dem Austrocknen zu bewahren. Dies geschieht dadurch, dass die Terpene bei hohen Temperaturen zu verdunsten beginnen und somit Luftströme erzeugen, die die Pflanze kühlen und die Temperatur senken.

Auch im Cannabis kommen zahlreiche Terpene vor. Sie bestimmen den typischen Geruch, Aroma und Geschmack, der sich jeweils nach Sorte unterscheiden kann. Mango Kush, Super Lemon Haze, Cheese, Blueberry, Strawberry Cough oder California Orange Bud sind nur einige der Sorten, die im Aroma und Geschmack von Terpenen dominiert werden, die zum Beispiel stark an Früchte erinnern.

Die Terpene der Hanfpflanze entstammen den gleichen Drüsen, die auch die Wirkstoffe THC und CBD produzieren. Sie werden im Harz ausgeschieden und sind für die Viskosität und den klebrigen Effekt verantwortlich. Damit dienen sie auch dem Schutz vor pflanzenfressenden Insekten, die im Harz klebenbleiben und somit verenden. Gleichzeitig locken sie andere Insekten an, die zur Bestäubung beitragen.

Eine weitere Funktion der Terpene besteht darin, den hohen Temperaturen, denen die Cannabispflanze ausgesetzt sein kann, zu begegnen. Wie oben bereits beschrieben, verdunsten die Terpene bei hohen Temperaturen und schützen somit die Pflanze vor Austrocknung.

Wer Wert auf eine aromatische Cannabisernte legt, sollte die Pflanzen früh am Tag ernten, wenn sie noch voll mit Terpenen gefüllt sind, um somit das Maximum an ätherischen Ölen enthalten.

Wenn wir mehrere Cannabispflanzen der gleichen Sorte betrachten, müssen diese nicht unbedingt die gleiche Menge und Art von Terpenen enthalten. Faktoren wie Klima, Bodenbeschaffenheit, Düngemittel, Alter der Pflanze können deren Produktion beeinflussen. Jede Cannabissorte hat ihre eigene Zusammensetzung von Terpenen und ihre spezifische Konzentrationen. Derzeit sind etwa 100 verschieden Terpene bekannt.

Die Terpene, die in der Cannabispflanze am häufigsten vorkommen, sind:

  • Myrcen
  • Pinen
  • Limonen
  • Linalool
  • Humulen
  • Eukalyptol
  • Caryophyllen
 

Ätherische Cannabis-Öle

Alchimisten nannten ätherische Öle ¨Die Seele der Pflanzen¨. Ihre zahlreichen Eigenschaften sind lange bekannt und werden seit Jahrhunderten als Hausmittel verwendet. Ätherische Öle bestehen größtenteils aus Gemischen verschiedener Terpene und haben zahlreiche therapeutische Eigenschaften. Sind bilden die Grundlage der Aromatherapie. Dabei wirken die Terpene direkt auf das zentrale Nervensystem und stimulieren das limbische System.

Terpene sind im Cannabis je nach Art der Pflanze in verschiedenen Konzentrationen vorhanden. In letzter Zeit gewinnen Terpenen mehr an Bedeutung, da sie ihre Wirkung in Synergie mit den Cannabinoiden entfalten können. Sie sind nicht nur für die organoleptischen Eigenschaften der Pflanze verantwortlich, sondern haben auch ein wichtige biologische und therapeutische Bedeutung haben.

 

Die wichtigsten Terpene der Cannabispflanze

Es gibt mehr als 100 Arten von Terpenen in der Cannabispflanze. Die am häufigsten in der Cannabispflanze vorkommenden Terpene sind: Myrcen, Pinen, Limonen, Linalool, Humulen, Eukalyptol, Caryophyllen.

Myrcen

Myrcen oder Beta-Myrcen ist die Hauptkomponente des ätherischen Öls von wildem Thymian, das 40% seiner Zusammensetzung ausmacht. Wir können es auch in hohen Konzentrationen in anderen Pflanzen wie Hopfen, Mango, Zitronengras finden. Es wirkt entzündungshemmend, beruhigend, entspannt Muskeln, hilft beim Einschlafen. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass Myrcen die Wirkung von Cannabinoiden auf das Gehirn fördert und verstärkt.

Pinen

Schon der Name erinnert an Kiefern. Pinen ist eine die Hauptkomponenten des Harzes von Kiefern und anderen Nadelbäumen und ist eines der am häufigsten in der Natur vorkommenden Terpene. Es ist auch in Rosmarin, Eukalyptus und Salbei enthalten. Pinen wirkt entzündungshemmende, antiseptisch und antibiotisch. Wenn Cannabis mit Pinen geraucht oder verdampft wird, kann es zu einer größeren Absorption von Cannabinoiden in der Lunge führen. Es kann sich auch positiv auf das Gedächtnis auswirken, die Konzentration verbessern und energetisch wirken. Skunk-Sorten haben einen hohen Pinengehalt.

Limonen

Seinen Namen hat es von der Zitrone. Es ist Hauptbestandteile des ätherischen Öls ist, das aus der Zitronenschale gewonnen wird und auch in anderen Zitrusfrüchten enthalten ist. Limonen ist das am zweithäufigsten verbreitete Terpen in der Natur, welchem antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben werden. Es wird in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie als Aromastoff verwendet.

In wissenschaltlichen Studien an Tieren konnte die angstlösende Wirkung von Limonen nachgewiesen werden. Sie beweirken die Ausschüttung von Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin im Gehirn. Bei hospitalisierten Patienten mit Depressionen hat sich gezeigt, wie sich ihre Symptome verringern, wenn der Raum mit dieser Terpene dekoriert ist.
Bei Hazesorten kommt verstärkt Limonen vor.

Linalol

Linalol ist eine der Hauptverbindungen des ätherischen Öls des Lavendels. Das Anwendungsspektrum ist sehr breit gefächert, von Duftstoffen auf Lavendelbasis bis hin zu Reinigungs- und Hygieneprodukten.

Es hilft bei Verbrennungen, wirkt antibakteriell und bei der Behandlung von Nervosität und Angst. In Cannabissorten, die ein Gefühl der Entspannung und Ruhe produzieren, ist Linalol dafür verantwortlich.

Cineol

Cineol ist das Terpen, welches im ätherischen Öl von Eukalyptus vorkommt. Es wirkt abstoßen auf Insekten und dient zum Schutz der Pflanze. Es wird Lebensmitteln als Zusatzstoff oder in der Kosmetikindustrie verwendet. Cineol hat ein sehr frisches Aroma und schmeckt wie Minze, oder Eukalyptus. Es wird angenommen, dass es schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften hat. Cineol kann zur Linderung bei Asthma und anderen Atemwegserkrankungen beitragen.

Caryophyllene

Caryophyllene ist die Mischung aus 3 chemischen Verbindungen:

  • Alpha-Carophyllen kommt im Hopfen vor
  • Betacaryophyllen ist die Hauptverbindung des ätherischen Öls im schwarzem Pfeffer
  • Caryophyllenoxid in Melisse und Eukalyptus

Alle Terpene kommen auch in der Cannabispflanze vor. Beta-Caryophyllen ist das erste Nicht-Cannabinoidmolekül mit cannabinomimetischer Wirkung und ist für den menschlichen Verzehr zugelassen. Caryophyllen hat zudem eine direkte Wirkung auf den CB2-Rezeptor, einem der Hauptrezeptoren des Endocannabinoidsystems. Es hat entzündungshemmende Eigenschaften und ist schmerzstillend.

Quellen:
Breitmaier: Terpene – Aromen, Düfte, Pharmaka, Pheromone, 1. Auflage, B. G. Teubner, Stuttgart, Leipzig 1999, ISBN 3-519-03548-0.

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