In Deutschland, Gesundheit, News, Studie, Wissenschaft
CBD und THC helfen bei Essstörungen

Das Cannabis appetitanregende Eigenschaften besitzt ist seit vielen Jahren bekannt. Dementsprechend wurde es lange Zeit zur Behandlung von Anorexie (Magersucht) und ähnlichen Essstörungen verwendet. Dabei spielt das Cannabinoid THC eine entscheidende Rolle. In neuen Studien konnte ein wesentlicher Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoidsystem und Erkrankungen wie Anorexie festgestellt werden. Im Gegensatz zum THC wirkt CBD der Steigerung des Appetits entgegen und könnte bei Behandlung von Übergewicht eine wichtige Rolle spielen. Die Wirkung beider Cannabinoide in Zusammenhang mit Ernährungstörungen soll hier näher betrachtet werden.

 

Anorexie und Bulemie

Appetitlosigkeit und Essstörungen gehen häufig miteinander her. Anorexie, Appetitlosigkeit, ist gekennzeichnet durch den Verlust des Verlangens nach Nahrungsaufnahme. Bei länger andauernder Anorexie lässt das Hungergefühl nach und es kommt zu schweren körperlichen Schäden. Eine weiteren Form ist die Magersucht (Anorexia nervosa), eine psychisch bedingten Essstörung, die durch den exzessiven Gewichtsverlust des Patienten gekennzeichnet ist und ernsthafte gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird.

Sie tritt am häufigsten bei jungen Mädchen im Altern von 14-24 Jahren. Zu den Ursachen zählen biologische, psychologische als auch soziokulturelle Faktoren, die sich gegenseitig verstärken können. Gene scheinen bei Magersucht eine entscheidende Rolle zu spielen. So tritt die Krankheit in manchen Familien vermehrt auf. Ähnlich wie bei anderen psychischen Erkrankungen ist der Botenstoffwechsel im Gehirn auch bei Magersüchtigen gestört. Bei ihnen ist unter anderem der Spiegel des Neurotransmitters Serotonin erhöht. Der Botenstoff beeinflusst Essverhalten und Sättigungsgefühl.

Nicht zu vernachlässigen sind die psychischen Ursachen. Der Wunsch nach Kontrolle über den Körper wird zu einer Manie. Alle Handlungen ordnen sich dem Bestreben nach dem idealen Körpergewicht unter. Eine strenge Diät ist häufig die Folge.

Ein weiter Essstörung ist Bulemie. Charakteristisch sind Anfälle von Heißhunger, bei denen große Mengen von Nahrungsmitteln in kürzester Zeit gegessen und anschließend wieder erbrochen werden. Auch Bulimie hat Suchtcharakter. Die Ursachen dürften ähnlich wie bei der Magersucht sein, jedoch tritt Bulimie häufiger bei Frauen im Erwachsenenalter auf.

Sowohl Anorexie als auch Bulimie sind Essstörungen, die bei Menschen schwere körperliche und seelische Probleme verursachen. Cannabis-Medikamente sind auf dem Vormarsch. Die Frage ist, ob die Verwendung von Cannabis eine gute Alternative für Anorexie-Patienten sein kann?

 

Cannabinoide helfen bei Essstörungen

Durchgeführten wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Behandlung von Anorexie mit dem Endocannabinoidsystem des menschlichen Körpers zusammenhängt. Das Endocannabinoid-System ist ein Teil des menschlichen Nervensystems. Es besteht hauptsächlich aus den Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Diese befinden sich auf Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark aber auch auf Zellen in Herz, Darm, Lunge und anderen Organen. Das Endocannabinoid-System wirkt offensichtlich regulierend auf Nerven- und Immunsystem.

Das Endocannabinoid System ist an der Reaktion beteiligt, dass das Gehirn im Falles der Nahrungsaufnahme sendet. Das heißt, es signalisiert, ob wir satt sind oder uns hungrig fühlen. Es wurde auch festgestellt, dass bei Menschen, die an dieser Erkrankung leiden, dieses Abläufe im System schwach oder wenig aktiv sind.

anwendung-cbd-teaser-2

Das Endocannabinoidsystem ist bei diesen Patienten dereguliert. In zahlreichen Forschungsarbeiten konnte nachgewiesen werden, das Cannabinoide auf das Endocannabinoid-System wirken. Dabei beeinflussen Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, die Rezeptoren und können fördernd oder hemmend wirken.Es wurde nachgewiesen, das die Behandlung mit Cannabinoiden CBN oder THC helfen kann, an Gewicht zuzunehmen und präventiv gegen mögliche Rückfälle zu wirken. Endocannabinoide können mit den CB1-Rezeptoren im Gehirn in Wechselwirkung treten, und auf diese Weise den Appetit und die Nahrungszufuhr anregen.

 

Fettleibigkeit

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der Europa sind übergewichtig und jeder sechste sogar fettleibig. In Deuschland zählern dazu 17,3% der Männer und 16,5% der Frauen . Vor allem junge Erwachsene werden immer dicker. Schon jeder dritte Jugendliche ist übergewichtig. Fettleibigkeit, Fettsucht (Adipositas) ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht, die durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit häufig krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist.

Übergewicht kann viele Gründe haben, die häufig miteinander verknüpft sind. Dies können hormonelle Störung, genetische oder psychische Faktoren wie Depression sein. Essen fungiert hier sozusagen als Seelentröster. Häufigste Ursache sind falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Fast Food, fettiges Essen, zuckerhaltige Getränke gepaart mit sitzenden Tätigkeiten beim Arbeiten und in der Freizeit bedingen die Zunahme an Gewicht.

 

CBD bedingt die Reduzierung des Appetits und Übergewichts

Es ist bekannt, das CBD einigen Effekten, die durch THC ausgelöst werden, entgegenwirken. Dazu zählt die Steigerung des Appetits. Somit könnte Cannabidiol bei der Behandlung von Übergewicht helfen. CBD verfügt über eine stimulierende Eigenschaft, die Zellen dazu anregt, überschüssige Proteine und Fette im Körper abzubauen. CBD blockiert auch den CB1-Rezeptor im Endocannabinoidsystem, was zur Blockade des „Hungergefühls“ führen kann. Das die Einnahme von CBD zur Reduzierung der Nahrungsaufnahme führt, konnte in Studien u.a. mit Ratten nachgewiesen werden.
(Cannabinol and cannabidiol exert opposing effects on rat feeding patterns)

CBD könnte eine Rolle bei der Bräunung weißer Fettzellen spielen. Die Gewinnung brauner Fettzellen aus weißen Fettzellen und die Aktivierung bestehender brauner Fettzellen werden gegenwärtig als Möglichkeiten zur Bekämpfung von Fettleibigkeit untersucht.
(Cannabidiol promotes browning in 3T3-L1 adipocytes)

Die Wissenschaft steht noch am Anfang, aber bereits jetzt zeichnet sich ab, das Cannabinoid Produkte und Medikamente eine sinnvolle Alternative zur Behandlung verschiedener Essstörungen sein kann.

Magazin

CBD versus Nikotin

Rauchen kann entspannend wirken - Körper, Geist und Seele anregen. Doch es stellt sich die Frage, was man raucht und inwiefern man damit seiner Gesundheit Schaden zufügt. Welche Alternative zum [...]

Hilft Cannabis gegen Krebs?

Im Internet kursieren zahlreiche Berichte über Patienten, die ihre Krebserkrankung durch Einnahme von Cannabis heilen konnten. Der kanadische Hanfaktivist Rick Simpson hat jahrelang THC-haltiges [...]

0
Ambrosia CBD LiquidCibdol CBD Öle jetzt noch reiner