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Cameda

Das argentinische Repräsentantenhaus hat Ende März ein Gesetz verabschiedet, welches die Verwendung von Cannabis in der Medizin erlaubt. Dadurch soll auch der Import von Cannabisprodukten geregelt werden, solange im Land noch keine eigenen Präparate hergestellt werden können.

Die Gesetzesinitiative wurde von einer Gruppe von Müttern angeregt, deren Kinder an Epelepsie erkrankt sind. Weiterhin verboten bleibt der Eigenanbau von Cannabis, der bei großer Anzahl von Pflanzen mit Gefängnis bis zu 15 Jahren unter Strafe steht.

„Jetzt haben wir den nötigen Rechtsrahmen für die Erforschung, die Anwendung und Herstellung von Cannabismedizin“ erklärte vor der Kongress Ana María García, die Vorsitzende der Organisation Cannabis Medizin Argentinien – CAMEDA.

„Das Gesetz ist sehr komplex und wir Mütter sind jetzt sehr gespannt, wie es in die Tat umgesetzt wird. Vorausgegangen ist eine jahrelange Sisyphosarbeit mit zahlreichen Besuchen und Erklärungen bei Senatoren und Abgeordenten, um sie von der Notwendigkeit der Legalisierung zu überzeugen. Wir sind glücklich aber uns ist auch klar, das das Gesetz in vielen Bereichen – insbesondere beim Eigenanbau – noch nicht weit genug geht.“

Durch das neue Gesetz ist Argentinien neben Kolumbien, Uruguay und Chile bereits das vierte Latainamerikanische Land, in dem die Verwendung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlaubt wurde.

CAMEDA

CAMEDA ist eine argentinische Bürgerinitiative, die Patienten und Angehörige, Cannabiszüchter, Ärzte und Rechtsanwälte vereint, die sich um die alternative Verwendung von Cannabis zur Therapie verschiedener Krankheiten einsetzen.

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