Anwendung THC

Der Stand der Erforschung der therapeutische Wirkung von Cannabis ist sehr unterschiedlich. Für Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, Appetitlosigkeit und Abmagerung bei HIV/Aids, bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen sowie Spastik bei multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen liegen bereits wissenschaftlich fundierte Studien an Menschen vor. Für viele andere Anwendungen sind die Studien noch nicht fundiert genug oder wurden bisher nur mit Tieren vollzogen. Allerdings ist die Forschung erst am Anfang und so können sicherlich in Zukunft weiter positive Anwendungen belegt werden.

Magen-Darm Erkrankungen

Cannabis Medikamente können zur therapeutischen Behandlung verschiedener Erkrankungen herangezogen werden. Dazu gehören Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Magengeschwüre, Sodbrennen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Durchfall.

Übelkeit und Erbrechen

Cannabis Medikamente können zur therapeutischen Behandlung verschiedener Erkrankungen herangezogen werden. Dazu gehören Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Magengeschwüre, Sodbrennen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Durchfall.

Übelkeit und Erbrechen kann beim Menschen durch verschiedene Ursachen hervorrufen werden. Zu einen durch die Einnahme von bestimmten Opiaten bei der Krebschemotherapie, bei Erkrankungen des Magendarmtraktes oder Störungen des Gleichgewichtssystems. Cannabis Produkte können Übelkeit und Erbrechen lindern infolge von:

  • Chemotherapie bei Krebs
  • HIV/ Aids – gegen Übelkeit bei der Antiretrovirale Therapie
  • Hepatitis C – Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Übelkeit
  • Schwangerschaft – Erbrechen während der Schwangerschaft
  • Migräne
  • Unverträglichkeeit von Opiaten

Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust

Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust können bei zahlreichen Krankheiten auf wie Krebs, Aids, Hepatitic C oder Alzheimer auftreten. Die endogenen Cannabinoide beeinflussen Teile des Gehirns, die den Appetit kontrollieren. Dazu gehört das Sättigungshormon Leptin.

Durch Einnahme von Cannabis Produkten können die Prozesse beeinflusst werden. Cannabinoidrezeptoren befinden sich auch im Darm, wobei bei Hunger sich ihre Konzentration erhöht und nach Nahrungseinnahme wieder reduziert. Außerdem werden die Geschmacksnerven positiv stimuliert, es schmeckt einfach besser und intensiver. Cannabis gegen Appetitlosigkeit wird schon seit vielen Jahren verwendet und ist in zahlreichen Studien belegt worden.

Schmerzzustände

Schwerzustände gehört zu den häufigsten Erkrankungen. Ein Großteil der Schmerzen sind chronischer Art und lassen sich häufig nur mit starken Schmerzmitteln lindern. Zum Teil werden Opiate verschrieben, die aber zum einen abhängig machen können und darüber hinaus andere Körperorgane schädigen können. Hier bietet sich als Alternative die Behandlung mit Donabinol oder Cannabis Blüten an.

Folgende Schmerzen konnten u.a. damit schon positiv behandelt werden:

  • Arthrose
  • Bandscheibenprobleme
  • Wirbelsäulensyndrome
  • Menstruationsbeschwerden
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Neuropatische Schmerzen (Schmerzen aufgrund von Nervenschädigung)

Auch können Cannabis Produkte ergänzend zu Medikamenten mit Opiaten eingenommen werden, um die schmerzlindernde Wirkung zu verstärken.

Asthma

Die Verwendung von THC-haltigen Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma ist schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Der positive Effekt ist auch die Weitung der Bronchien zurückzuführen. Dabei sollten die Produkte idealerweise nicht geraucht, sonder oral eingenommen werden. Die positive Wirkung ist durch Studien belegt worden.

Abhängigkeit und Entzugssymptome von Drogen (Alkohol, Opiate)

Über den positiven Effekt von Cannabis bei der Behandlung von Alkohol- und Opiatenanhängigkeit wird bereits seit mehr als 100 Jahren berichtet. Dies wurde in letzter Zeit bei Tierversuchen nachgewiesen. Dabei spielt die Verminderung körperlicher Entzugssymptome und stressenden Gefühle eine entscheidende Rolle.

Psychische Erkrankungen

Depressionen

Durch Studien mit Dronabinol bei Aids- und Krebspatienten konnte neben einer körperlichen Verbesserung auch eine Aufhellung der depressiven Stimmung festgestellt werden. Die durch den Cannabisrausch erlebten positiven Gefühle können vorübergehend zur Verbesserung von psychischen Leiden führen. Die Intensität des Effektes hängt stark von der Dosis und der körperlichen Verfassung des Patienten ab. Neben der reaktiven Depression können auch positive Effekte bei der sogenannten neurotischen Depression (langanhaltende gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit) festgestellt werden.

Angststörungen und posttraumatische Belastungsstörungen

Durch den Konsum von THC-haltigen Produkten können unter bestimmten Bedingungen unerwünschte Angstzustände und Panikattacken auftreten. Andererseits kann chronische Angstzustände entgegenwirkt werden. Die angstabbauende Wirkung von Cannabis ist mit der Wirkung auf das Gedächnis zu erklären. Studien an Tieren am Max-Planck Institut für Psychiatrie haben gezeigt, das das endogene Cannabinoid System für die das Vergessen unangenehmer Erinnerungen verantwortlich ist. Später wurde dies auch mit Studien an Menschen bestätigt. Auch bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (Alpträumen, starke Angstzustände durch leidvolle Erfahrungen) wurde belegt, das sich ihr Zustand nach Einnahme von Cannabis verbesserte. Neben THC wird dies auch durch den CBD Gehalt beeinflusst. Dies konnte bei weiteren Experimente belegt werden.

Verwirrtes Verhalten bei Alzheimer

1997 wurde in einer Studie an 15 Alzheimer Patienten festgestellt, das die Einnahme von Dronabinol sich nicht nur positiv gegen ihre Appetitlosigkeit auswirkte, sondern auch der Grad des verwirrten Verhaltens sind verringerte. Bei weiteren Tests konnte nachgewiesen werden, das sich die Unruhe reduzieren lies und bei einigen Patienten sogar eine geistige Leistungssteigerung zu verzeichnen war. Bei einem anderer Test mit 40 Patienten mit schwerer Alzheimer Erkrankung konnte durch die Einnahme von THC eine Abnahme der Erregung und Verbesserung der Schlafdauer festgestellt werden.

Schlafstörungen

Die Wirkung von Cannabis auf das Schlafverhalten ist seit Jahrhunderten bekannt. So wurde bereits im 19. Jahrhundert Cannabis-Arzneimittel bei Schlafstörungen verschrieben. Beim Rauchen von Marihuana Blüten sind Indica Sorte zu bevorzugen, da sie einen körperbetonten, beruhigenden Effekt hervorrufen.

Neurologische Erkrankungen

Wegenden der muskelentspannend und entkrampfenden Wirkung können THC Produkte bei Krankheiten verwendet werden, die mit Muskelkrämpfen einhergehen.

Spastik, Multiple Sklerose

Spastik und Multiple Sklerose gehören zu den neurologischen Erkrankungen, die mit Muskelkrämpfen, Muskelschwäche und Störungen der Feinmotorik einhergehen. Daher werden zur Therapie Medikamente eingesetzt, die die Muskeln entspannen sollen. Dies kann u.a. mit Cannabis-Arzneimitteln geschehen, wobei weniger Nebenwirkungen auftreten im Gegensatz zu klassischen Mitteln. Nachgewiesener Maßen sind zahlreiche Fälle dokumentiert, wo sich die Symptome der Spastizität abgeschwächt und die Bewegungskoordination verbessert wurden. Dies wurde auch in mehreren großen Studien nachgewiesen, die zur Zulassung der Medikamentes Sativex in vielen Staaten,. u.a. in Deutschland führte.

Epilepsie

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, bei der spontane Krampfanfälle auftreten. Sie wird durch krampfunterdrückenden Medikamenten behandelt. Bei der Therapie spielen die körpereigenen Cannabinoide eine entscheidende Rolle. Die Verwendung von Cannabis zur Behandlung von Epilepsie hat eine lange Tradition, und wurde auch schon in zahlreichen Studien nachgewiesen.

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