CBD - Therapeutische Anwendung

Der Wissenstand zur Wirkung und Verwendung von CBD ist noch nicht auf dem Niveau der Erforschung von THC. Das liegt auch daran, das dieses Cannabinoid erst später nachgewiesen wurde. Zahlreiche Studien und Nachweise der positiven Effekte bei der Theraphie verschiedener Krankheiten konnte bisher nur bei Tieren durchgeführt werden. Da CBD nicht psychoaktiv wirkt und nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, wird in jüngster Zeit intensiv an der den Wirkungen von CBD auf den Menschen geforscht.

Epilepsie

Tierversuche und erste klinische Studien belegen, das CBD antiepileptische Eigenschaften besitzt.
Der Hersteller des CBD-Extrakts Epidiolex, GW Pharmaceuticals, berichtete über positive Ergebnisse bei der Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom, einer seltenen und schweren Epilepsieform, die in der Kindheit beginnt. Bei Kranken, die das Präparat in hoher Dosis eingenommen hatten, reduzierte sich die monatlichen Anfälle um signifikante 42%. Bei einen Kongress der amerikanischen Epilepsie Gesellschat im Jahre 2014 wurden zwei klinische Studien vorgelegt, die die Wirksamkeit der Produkte Epidiolex belegte. Die Studien wurden in 16 Zentren an 261 Patienten, vor allem Kindern, durchgeführt. Nach einer dreimonatigen Behandlung hatte sich die Häufigkeit der Anfälle um die Hälfte bei 47% der Teilnehmer reduziert. Auch in Deutschland werden mittlerweile CBD Extrakte erfolgreich bei bestimmte Epilepsieformen bei Kindern wie das Lennox-Gastaut-Syndrom, Dravet Syndrom oder Angelman-Syndrom eingesetzt. Bei einer in Israel durchgeführten Studie in mehreren Zentren konnte die therapeutische Wirkung von Cannabis mit hohem CBD Gehalt bei 74 Epilepsie Patienten im Alter von 1-18 Jahren nachgewiesen werden, die sich zuvor klassischen Medikamenten gegenüber resistent zeigten. Verwendet wurde ein CBD Öl mit einem CBD:THC Verhältnis von 20:1, aufgelöst in Olivenöl.

Reduzierung des Appetits

CBD hemmt bestimmte Effekte, die durch Einnahme von THC verursacht werden, so z.Bps. die Steigerung des Appetits. Deswegen könnte dies hilfreich bei der Behandlung von Übergewicht sein.

Angststörungen und Posttraumatische Belastungsstörungen

In zahlreiche Tierversuchen und Studien an Menschen, konnte die angstreduzierene Wirkung von CBD Extrakten nachgewiesen werden. Die Verwendung empfiehlt sich insbesondere, wenn klassische Medikamente wirkungslos bleiben.

Schizophrenie, Parkinson

Bei einer Studie an der Universität Sao Paulo in Brasilien konnte die Reduzierung von psychotischen Symptomen bei Patienten mit Morbus Parkinson festgestellt werden. Die erste kontrollierte klinische Studie zur Behandlung der Schizophrenie wurde 2012 an der Universität Köln an 42 Patienten mit akuter Schizophrenie durchgeführt. Dabei konnte eine deutliche Abnahme der psychopathologischen Symptome nach vier Wochen langer Einnahme von täglich 800mg CBD diagnostiziert werden. Dabei traten wesentlich weniger Nebenwirkungen auf, als bei Patienten, die gleichzeitig das klassischen Medikament Amisulprid einnahmen.

Entzündungen, Schmerzen

CBD Produkte können zur Schmerzbehandlung verwendet werden, insbesondere wenn diese durch Entzündungen hervorrufen werden. Unter den Cannbinoiden spielt THC die bedeutendere Rolle bei der alternativen Behandlung von Schmerzen. Die enzündungshemmende Wirkung von CBD konnte bisher nur an Studien mit Tieren nachgewiesen werden.

Krebs

In mehreren Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, das neben THC auch CBD krebshemmende Eigenschaften hat. Besonders positive Ergebnisse konnten bei Leber,- oder Brustkrebs festgestellt werden. Bei dem Test an Mäusen wurden Krebszellen unter die Haut von Mäusen gespritzt wurden. Bei einigen Krebsarten könnte THC und CBD in Kombination wirksamer sein. Es gibt Hinweise, das THC und CBD die Wirkung der Strahlentherapie und Chemotherapie verstärken können.

Bisher gab es aber keine fundierte Studien über die Wirksamkeit bei Menschen. Eine Behandlung mit Cannabis Produkten stellt daher keine Alternative zu klassischen Therapien wie Chemotherapie oder Strahlentherapie dar.

Abhängigkeit und Entzug

In einigen klinischen Studien an Ratten konnte nachgewiesen werden, das CBD die Wirkung von THC bei Entzug von Opiaten verstärken kann. Sowohl THC als auch CBD kann beim Entzug von Drogen wie Kokain und Alkohol hilfreich sein.
In einer anderen Studie an Menschen konnte belegt werden, das mit Hilfe von CBD die Entzugserscheinungen bei Tabakentzug vermindert werden konnten.

In weiteren Versuchen an Tieren konnte weitere positive Effekte zur Behandlung folgender Krankheiten ermittelt werden:

  • Durchblutungsstörungen
  • Diabetis
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Morbus Alzheimer
  • Hepatitis

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